Wiederentdeckung der Wegraine als insektenfreundliche Blühstreifen

Wennigsen.

In einer öffentlichen Fraktionssitzung beschäftigten sich die Grünen mit einer wissenschaftlichen Studie über das aktuelle Insektensterben in Deutschland. Fachliche Unterstützung holten sich die Grünen bei Gerhard Krick, Vorsitzender des NABU in Wennigsen.

„Beim Verschwinden von 75 Prozent aller Insekten aus der Luft müssen die Alarmglocken läuten. Wenn der Trend beim Insektenschwund sich fortsetzt, sterben viele Arten in weniger als zehn Jahren aus. Die Folgen wären eine ökologische Katastrophe, die nicht zuletzt massive wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe für die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion mit sich bringen würde “, resümiert Angelika Schwarzer-Riemer, Fraktionssprecherin.

In der Studie werden unzer anderem als Ursachen benannt:

- Der Einsatz von Pestiziden, insbesondere Neonicotinoide (Beizmittel für Getreide)

Besonders gefährlich für Bienen

- Glyphosat (Totalherbizid zur Beseitigung von Unkräutern oder VorfruchtRückständen) Ursache für den Verlust von Blühpflanzen im Acker

- Monokulturen in der Landwirtschaft

- Der Rückgang von wichtigen Rand- und Vernetzungsstrukturen an Wegeseitenräumen und Ackerrändern. … auch in der Gemeinde Wennigsen.

Der konsequente Schutz von vorhandenen Lebensräumen und die Wiederherstellung und Schaffung neuer Lebensräume als Biotopverbund stehen für die Grünen im Vordergrund. Die Wiederentdeckung von Wegrainen und das Anlegen von insekten- und bienenfreundlichen Blühstreifen in der Gemeinde Wennigsen steht als ein erster Ansatz auf der Grünen Agenda und wird im Dezember auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt stehen.

red, Foto: privat

Dialog Insektensterben
Gerhard Krick berichtet auf der offenen Grünen Fraktionssitzung - Photo: Die Grünen OV Wennigsen
Datum der Pressemitteilung: 
Samstag, 4. November 2017

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