Im Februar 2025 machten die Chinesen Schlagzeilen: Fast 18 Minuten konnten sie ein 100 Millionen Grad heißes Plasma in ihrem Kernfusionsforschungsreaktor EAST halten.
Seitdem interessiert sich auch die Politik wieder vermehrt für das Versprechen beinahe unbegrenzter Energie: Donald Trump möchte Fusionsreaktoren für seine geplanten KI-Großrechenzentren und schließt seine Trump Media and Technology Group im Dezember 2025 mit dem Energieunternehmen TAE Technologies, das seit 1998 auf Kernfusion spezialisiert ist, zusammen. Im Januar 2026 vertritt Friedrich Merz auf dem Windenergiegipfel der Nordseeanrainerstaaten die Position, Windenergie sei lediglich eine „Übergangstechnologie“ auf dem Weg zur Kernfusion.
Doch was steckt eigentlich wissenschaftlich dahinter? Was ist Kernfusion? Wie funktioniert sie? Was ist der Unterschied zur Kernspaltung? Und warum überhaupt das Versprechen von „unbegrenzter Energie“?
Dr. Sebastian Hettrich ist Physiker, arbeitet im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz im Bereich Strahlenschutz, radiologische Überwachung, er ist Mitglied der GRÜNEN Wennigsen.
In seinem Vortrag soll es vor allem um die physikalischen Hintergründe der Kernfusion gehen, ohne dabei zu tief in die Theorie einzusteigen. Er stellt dabei die unterschiedlichen Arten von Kernfusionsreaktoren, die es derzeit gibt, kurz vor und erläutert deren Funktionsweise. Dabei beantwortet er auch die Frage, warum man Kernfusion schlecht mit Kernspaltung vergleichen kann und wo derzeit noch die technischen Herausforderungen in der Kernfusion liegen. Dies ist wichtig, denn nur, wenn man die Basics einigermaßen kennt, kann man die Aussagen von Politikern zur Kernfusion auch richtig einordnen. Wo ist Kernfusion zur Energiegewinnung sinnvoll und wie können wir sie (bereits heute) nutzen?
Der Grüne Dialog bietet Raum, jenseits von Schlagzeilen und großen Versprechen gemeinsam darüber zu sprechen, welche Energiepolitik realistisch ist – und was sie für unser tägliches Leben in Wennigsen bedeutet. Denn die Frage nach der Energie der Zukunft ist keine abstrakte Forschungsfrage, sondern betrifft uns alle ganz konkret – bei Strompreisen, Heizkosten und der Frage, wie sicher und bezahlbar Energie hier vor Ort morgen sein wird.
Wie immer sind auch Eure/Ihre Fragen sowie reger Austausch und Diskussion zum Thema ausdrücklich gewünscht.
Wann+wo: Freitag, 13. Februar, 19:00 Uhr, in den Räumen des Vereins „WIR in Wennigsen“, Klosteramthof 1, Wennigsen.