Neues Bündnis für Sicherheit: Wir sind sehr neugierig auf viele Vorschläge und Ideen

  • Veröffentlicht am: 2. März 2017 - 8:45
Barbara Krüger - Photo: OV Wennigsen

Der Präventionsrat Wennigsen geht mit neuen Strukturen und verändertem Konzept in die Offensive. Ziel bleibt es zwar, Kriminalität und Gewalt vorzubeugen. Nun soll aber ein dichtes Netzwerk aufgebaut werden, um mehr Impulse und Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.

Wo drohen heutzutage Gefahren? Und wie lässt sich das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung stärken – auch jenseits von Themen wie Jugendkriminalität und Integration von Einwanderern? „Wir sind sehr neugierig und hoffen auf neue Fingerzeige aus allen Bereichen der Gesellschaft“, sagt die Grünen-Ratsfrau Barbara Krüger. Sie ist mit Ursula Veit (CDU), Jonas Farwig (SPD) und Jugendpflegerin Kerstin Kohl vom Rat der Gemeinde in den neuen Präventionsrat entsandt worden, um in einer Lenkungsgruppe ein zeitgemäßes Konzept zur Gefahrenverhütung aufzubauen – gemeinsam mit Experten und ehrenamtlichen Helfern aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Um dafür möglichst viel Unterstützung und Helfer zu gewinnen, soll an einem Informationsabend im Bürgersaal des Rathauses Aufklärungsarbeit geleistet werden. „Wennigsen? Aber sicher!“ lautet das Motto für die Veranstaltung am Donnerstag, 9. März, die um 18.30 Uhr beginnt. Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich an alle Einwohner und ehrenamtlichen Helfer sowie Vertreter von Vereinen, Verbänden, Institutionen, Schulen, Kindergärten, Polizei, Feuerwehr und Seniorendiensten.

„Wir müssen unsere Perspektive erweitern und über den Tellerrand gucken“, sagt Krüger zur Zielsetzung. Um den Präventionsrat für alle möglichen Brennpunkte zu öffnen, sei es notwendig, ein Netzwerk aufzubauen. Wo drückt die Wennigser wirklich der Schuh, wenn es um Sicherheitsaspekte geht? Diese Frage soll künftig bei der Themenfindung und beim Initiieren von Aktionen im Mittelpunkt stehen. Das Spektrum von Schwerpunkten mit Gefahrenpotenzial ist groß: Cybermobbing, Handysucht, Internetabzocke, Enkeltrick, Ausgrenzung von Senioren und Migranten, fehlende Barrierefreiheit.

Um die Liste zu erweitern, ruft der Präventionsrat zur Teilnahme an der Info-Veranstaltung und zur Unterstützung auf. Denn: Die Lenkungsgruppe, zu der auch Bürgermeister Christoph Meineke und Jugendbürgermeisterin Rebekka Theis gehören, soll noch um jeweils drei Vertreter ehrenamtlicher Interessengruppen wie Sportvereinen und hauptamtlichen Interessengruppen, etwa der Polizei, erweitert werden.

Doch bevor es so weit ist, sollen die Teilnehmer der Veranstaltung noch einmal in sich gehen. Erst für Sonnabend, 25. März, um 11 Uhr ist im Forum der Kooperativen Gesamtschule Wennigsen eine Beteiligungskonferenz geplant. Dann soll die Lenkungsgruppe per Wahl komplettiert werden, um das neue Sicherheitsprogramm anschließend mithilfe der Bevölkerung mit Leben zu füllen.

„Wir sind sehr neugierig auf viele Vorschläge und Ideen“, sagt Krüger. Um künftig bei der Organisation von Präventionsaktionen auf dem Laufenden zu bleiben, soll die Lenkungsgruppe pro Jahr sechsmal tagen und einmal zu einem öffentlichen Plenum mit Ideensuche einladen.

Von Ingo Rodriguez HAZ vom 02. März 2017